Informationen zu Konzerten, Produkten und Lehrtätigkeiten von Johannes Tappert
Email: johannes(at)tappert.de - Telefon: +49 160 552 02 95

Beruflicher Lebenslauf:

Johannes Tappert

1956 geboren, entwickelte sich Johannes Tappert nach seinem Studium bei Dieter Kreidler und Hans-Michael Koch zu einem Spezialisten für die Interpretation verschiedener Stilepochen auf den jeweiligen Originalinstrumenten. Besonderen Bezug hat er zu den Gitarren des 19. Jahrhunderts. Aus dem großen Fundus seiner Sammlung historischer Gitarren kann er projektbezogen immer geeignete Instrumente auswählen.
Seine Konzerte zeigen durch den Wechsel von Laute, Biedermeiergitarre und moderner Konzertgitarre nicht nur die stilistische Bandbreite seines Könnens, sondern auch die klangliche Zugehörigkeit von Instrument und Komposition, die nicht selten die Eigenheiten einer Stilepoche erst wirklich plausibel werden lässt.
CD-Produktionen mit vorher unbekannten Werken von Diabelli und Mertz mit namhaften Duopartnern und reizvolle Kammermusikprojekte mit ungewöhnlichen Besetzungen sind seine Leidenschaft.

Seit 1992 gibt er Übecoaching-Seminare, die offen für alle Instrumente und Gesang sind. Ziel ist die Vermittlung einer sensorisch fokussierten Übetechnik, die man auch gehirngerechtes Üben nennen könnte. Die lange Erfahrung mit der großen Anzahl von Seminarteilnehmern, die solche fortschrittlichen Arbeitstechniken schon kennengelernt und angewendet haben, verhelfen ihm in diesem Fachgebiet zu einer Sonderstellung im deutschsprachigen Raum.

Schon seit seinem 16. Lebensjahr ist er regelmäßiger Dozent auf nationalen und internationalen Gitarrenseminaren. Als Beispiele sind zu nennen: das Schweinfurter Seminar für Gitarre und Mandoline, das Sylter Gitarrenseminar, das Hersbrucker Gitarrenfestival und das Hamburger Gitarrenfestival. Gastdozenturen bei anderen Kursen und als Neuentwicklung der Aufbau von 50+ Seminaren, also Fortbildungen für Menschen, die über 50 Jahre alt sind kommen hinzu.

Seit 1983 ist er Herausgeber von Gitarrenliteratur bei verschiedenen Verlagen (Chanterelle, Hofmeister, Tonger, Trekel, Vogt & Fritz, Zimmermann). Die Bandbreite reicht hier von pädagogisch aufbereiteten Unterrichtsausgaben über kammermusikalische Editionen bis hin zur gehobenen Konzertliteratur.

Seit mehr als 30 Jahren ist er auch bekannt durch seine Jurorentätigkeit bei diversen Wettbewerben, in denen er vor allem auch versucht, seine pädagogischen Qualitäten in die Bewertungen einfließen zu lassen. Als Lehrer war er sowohl im Hochschulbereich (Konservatorium Würzburg), als auch als Gastprofessor für Instrumentalpädagogik (Hochschule der Künste Bremen) tätig. Seit langer Zeit unterrichtet er in der Studienvorbereitung an der Berufsfachschule für Musik Bad Königshofen.

Möglicher Ursprung des Namens "Tappert"


Im Lexikon steht:

Tappert [zu frz. tabar(d) (mit gleicher Bed.)], Anfang des 14. bis Anfang des 16. Jh. getragener mantelartiger Überwurf; auch als Waffenrock und Bekleidung der Herolde bei Turnieren.

Und dazu ein wunderschönes Bild:



Tja, da habe ich mich immer gefragt, ob meine Vorfahren die Hersteller solcher Mäntel waren oder die Träger.
Angesichts des Bildes wären mir die Träger lieber!

Hier ein Dürer Holzschnitt mit einem Text zum Namen "Tappert":


"Simons Kampf mit dem Löwen" 1498


Der Druck ist von folgendem Text umrahmt:

Tappert itzo heißen wir / eyn tapphart gab uns eynst den nam dafür / was vordem eynes wammeß nam / so über den harnisch kam / und solchermaßen dem eltervatter als eyn spitznam mußte frommen / dieweyl er ob seynes sonderlichen tapperten hierzu gekommen.

Ein wissenschaftlicher Kommentar, der sich bei dem Bild befand, sagt sinngemäß, dass es gar nicht so selten ist, dass jemand nach seinem auffälligen Kleidungsstück benannt wird: "Schwarzröcke (Geistliche), Grünröcke (Jäger), ...". ... "ein in der 2. Hälfte des 14. und im 15. Jh. vorzugsweise in Frankreich, England, Holland bei beiden Geschlechtern übliches Oberkleid, das gleichsam als Fortsetzung der housse entweder eine Glocke war, nur mit Öffnungen für Kopf und Arme, oder, ähnlich dem Skapulier, an beiden Seiten offen war, jedenfalls also über den Kopf gezogen wurde, bis auf die Füsse, oder doch bis unter die Knie herabging. Um 1370 wurde er auch in Deutschland Mode; meist kurz, weit, auf beiden Seiten geknüpft, jedoch nur auf kurze Zeit; dann wurde er mit Ärmeln versehen und vorn bis zur Hälfte seine Länge geöffnet. Nach 1400 blieb er nur als Hof- und Staatskleid in Gebrauch; 1411 wurde der Gebrauch von Seide dazu verboten. Um 1450 ging er auf den minderbemittelten Bürgerstand über und wurde um 1500 gänzlich von der Schaube verdrängt."


Redaktion: Johannes Tappert